EEX: Marktmechanismen zentral für die Energieunion

EEX: Marktmechanismen zentral für die Energieunion

Die European Energy Exchange (EEX) begrüßt das heute von der Europäischen Kommission veröffentlichte „Winterpaket“. Das Paket enthält Gesetzesvorschläge für den EU-Energiemarkt sowie zur weiteren Entwicklung erneuerbarer Energien.

„Die EEX ist überzeugt, dass die EU-Kommission damit auf dem richtigen Weg hin zur Schaffung eines klaren Rahmens für die Vollendung des EU-Energiebinnenmarktes ist. Wir sehen dieses Paket als grundlegende Entscheidung dafür, wettbewerblichen und marktbasierten Prinzipien zu vertrauen“, erklärt Dr. Tobias Paulun, Strategievorstand der EEX.

In den Vorschlägen wird anerkannt, dass sich die Schaffung eines gut funktionierenden, integrierten Strommarktes auf starke Preissignale stützt, und es wird die Abschaffung regulierter Preise in allen Mitgliedstaaten gefordert.

Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten auf, die Einführung langfristiger Hedging-Produkte voranzutreiben, um mehr erneuerbare Energien in das Stromsystem zu integrieren und Marktteilnehmern die Absicherung von Preisrisiken zu ermöglichen. Die EEX füllt diese Lücke durch die Entwicklung innovativer Finanzprodukte, wie den Wind-Power-Future und Cap-Future, und leistet so einen entscheidenden Beitrag zur Gestaltung des Energiemarktes der Zukunft.

Weiterhin betont die Kommission, dass unkoordinierte nationale politische Maßnahmen für das Funktionieren des Energiebinnenmarktes nicht förderlich sind, da sie den grenzüberschreitenden Handel verzerren und so zu höheren Kosten für die Endverbraucher führen. Die EEX teilt die Ansicht der Kommission, dass die Notwendigkeit der Einführung von Kapazitätsmechanismen durch standardisierte Bewertungen der Angemessenheit der Erzeugung nachgewiesen werden muss, die mitgliedsstaatenübergreifend sowie auf vorläufiger Basis durchgeführt werden.

Tobias Paulun bestätigt: “Börsliche Märkte spielen eine zentrale Rolle bei der Integration des Europäischen Marktes sowie dem Aufbau der Energieunion. Die EEX unterstützt die Energieunion, die es den Bürgern in Europa ermöglicht, von einem wirklich integrierten, flexiblen und nachhaltigen System der Stromerzeugung zu profitieren. Allerdings besteht noch Spielraum für die Weiterentwicklung des Vorschlags durch die EU-Kommission. Beispielsweise sollte in den Berichten der Mitgliedsstaaten zum Fortschritt bei der Erreichung der EU Klima- und Energieziele 2030 dem Funktionieren der Energiemärkte eine größere Bedeutung zugemessen werden.“

Darüber hinaus begrüßt die EEX das Ziel, grenzüberschreitende Handelsmöglichkeiten voll auszuschöpfen. Zugleich ist sie besorgt über eine mögliche Verkleinerung bestehender Gebotszonen. Diese läuft dem Ziel eines integrierten Marktes zuwider und lässt den großen Wert des bereits vorhandenen Strom-Terminmarktes für die Bereitstellung verlässlicher Preissignale und neuer Handelsprodukte außer Acht.

Im weiteren Verlauf ermutigt die EEX alle Beteiligten im Europäischen Parlament sowie die Mitgliedstaaten, die ehrgeizigen Ziele des Winterpakets nicht abzuschwächen. Sie betont, dass für die Weiterentwicklung einer Vision für einen integrierten europäischen Energiemarkt die Stärkung der Verbraucher sowie die weitere Reduzierung der Kohlenstoffemissionen im EU-Energiesystem auf Grundlage marktwirtschaftlicher Prinzipien notwendig sind.

Die European Energy Exchange (EEX) ist die führende europäische Energiebörse. Sie entwickelt, betreibt und vernetzt sichere, liquide und transparente Märkte für Energie- und Commodity-Produkte. An der EEX werden Kontrakte auf Strom, Kohle und Emissionsberechtigungen sowie Fracht- und Agrarprodukte gehandelt oder zum Clearing registriert. Zur EEX-Gruppe gehören weiterhin EPEX SPOT, Powernext, Cleartrade Exchange (CLTX), Gaspoint Nordic und Power Exchange Central Europe (PXE). Clearing und Abwicklung der Handelsgeschäfte übernimmt das Clearinghaus European Commodity Clearing (ECC). Weitere Informationen unter: www.eex.com