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Glossar

  • Kaskadierung

    Positionen in Jahres- und Quartals-Futures werden durch Kaskadierung erfüllt. Sie werden hierzu am letzten Handelstag durch gleichwertige Positionen in Quartals- bzw. Monatsfutures ersetzt.
  • Kaufoption

    Eine Option, die den Käufer berechtigt, eine bestimmte Anzahl des Basiswerts zum Ausübungspreis zu kaufen.
  • Kaufposition

    Eine Kaufposition ist ein noch nicht oder noch nicht vollständig erfülltes Geschäft des Käufers einer Ware / eines Gutes in einem Futures- oder Optionskontrakt. Sie verpflichtet den Käufer zum Kauf der Ware / des Gutes zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft. Gegengeschäft: Verkaufsposition / Short Position.
  • Kontinuierlicher Handel

    Handelsform zur Preisfeststellung und zur Zusammenführung von Kauf- und Verkaufsaufträgen zu Geschäften. Beim kontinuierlichen Handel werden alle Aufträge im Auftragsbuch ständig auf Ausführbarkeit geprüft. Sobald sich zwei Aufträge ausführbar gegenüber stehen, werden sie sofort zu einem Geschäft zusammengeführt. Konkurrierende Aufträge im Auftragsbuch werden dabei zuerst nach Preis und dann nach Zeit priorisiert (Preis-Zeit-Priorität).
  • Kontrakt

    Handelbare Standardmenge eines Basiswerts. Die Kontraktspezifikationen legen die Ausgestaltung, zum Beispiel das Kontraktvolumen und die Fälligkeit eines Kontraktes fest.
  • Lieferort

    Ort für die Lieferung des Basiswertes bei der physischen Erfüllung der Geschäfte. Der Lieferort ist in den Kontraktspezifikationen festgelegt. Bei Strom und Erdgas sind dies in der Regel die Netze der Übertragungsnetzbetreiber bzw. Ferngasnetzbetreiber.
  • Lieferung

    Lieferung umfasst die physische Erfüllung eines Geschäfts.
  • Limitierter Auftrag

    Kauf- bzw. Verkaufsauftrag, der mit einem Preislimit eingegeben wird und zu diesem oder besser ausgeführt wird.
  • Margin

    Margin bezeichnet eine Sicherheitsleistung, die bei Börsengeschäften wie z. B. Futures oder Optionen zur Besicherung erbracht werden muss. Die Sicherheiten werden in Geld oder Wertpapieren vom Clearing-Mitglied beim Clearinghaus und vom Nicht-Clearing-Mitglied bei seinem Clearing-Mitglied hinterlegt. Das Clearinghaus ECC unterscheidet fünf verschiedene Margin-Arten: Initial Margin, Premium Margin, Additional Margin, Spread Margin und Delivery Margin.
  • Mark-to-Market

    Durch das Mark-to-Market-Verfahren werden Gewinne und Verluste aus offenen Futurespositionen, die durch Preisveränderungen des Futures entstehen, täglich berechnet. Die Wertveränderungen der einzelnen Positionen werden aufgrund der täglichen Abrechnungspreise (Settlement Price) ermittelt. Der Ausgleich dieser Wertveränderungen erfolgt durch Gutschriften oder Nachschüsse.
  • Market Coupling

    Market Coupling ist ein Verfahren, um Netzengpässe zwischen benachbarten Spotmärkten von Strom effizient zu bewirtschaften. Das geschieht durch implizite Auktion von Netzkapazitäten. Hierzu müssen die Spotauktionen der beteiligten Börsen koordiniert erfolgen.
  • Market Maker

    Ein Market Maker ist ein Handelsteilnehmer, der für eine Mindestzeit am Handelstag gleichzeitig einen Kauf- und Verkaufsauftrag (Quote) im Auftragsbuch hält. Market Maker dienen zur Sicherstellung einer Grundliquidität.
  • Market-Order-Ausführungsspanne

    Preiskorridor um den zuletzt gehandelten Preis, innerhalb der nur unlimitierte Aufträge ausgeführt werden dürfen.
  • Marktgebiet

    Begriff aus der Gaswirtschaft. Ein Marktgebiet wird durch einen marktgebietsaufspannenden Ferngasnetzbetreiber betrieben. Die Anzahl der Marktgebiete wurden auf der Basis von physischen Restriktionen und Eigentumsgrenzen von der Gaswirtschaft festgelegt. Marktgebiete dienen als Lieferorte bei Erdgas-Kontrakten. Die EEX bietet den Gashandel für die Marktgebiete GUD und NCG an.
  • Markträumender Gleichgewichtspreis

    Synonym für Auktionspreis. Der markträumende Gleichgewichtspreis entspricht dem Schnittpunkt der aggregierten Angebots- und Nachfragekurve.
  • MCP

    Abkürzung für markträumenden Gleichgewichtspreis
  • Meistausführungsprinzip

    Das Meistausführungsprinzip beschreibt die Methodik zur Preisfeststellung einer Auktion. Der Preis, der sich nach dem Meistausführungsprinzip ergibt, ist derjenige, bei dem die höchste Menge mit dem geringsten Überhang zusammengeführt werden kann.
  • Mistrade

    Ein Mistrade ist ein Geschäft, das aufgrund eines Fehlers in der Auftragseingabe abgeschlossen wurde.

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