Glossar
Abrechnung
Abrechnung umfasst die finanzielle Erfüllung eines Geschäfts.Abrechnungspreis
Täglicher von der Börse festgestellter Marktpreis eines Futures- oder Options-Kontraktes, der für seine tägliche Abrechnung herangezogen wirdAbwicklung
Abwicklung umfasst die finanzielle und physischer Erfüllung eines Geschäfts.Abwicklungstag
Tage, an denen Geschäfte finanziell oder physisch erfüllt werden.Additional Margin
Können Futures- oder Optionspositionen nicht zum letzten Abrechnungspreis sondern zu einem für die ECC ungünstigeren Preis glattgestellt werden, entstehen zusätzliche Glattstellungsverluste. Die Additional Margin ist eine Sicherheitsleistung, die diese Glattstellungsverluste abdeckt. Diese Verluste sind im Wesentlichen abhängig von der Preisbewegung im Basiswert. Die maximal erwartete Preisbewegung im Basiswert beschreibt der Additional Margin ParameterAdditional Margin Parameter
Parameter, der unter Berücksichtigung eines bestimmten Konfidenzniveaus die maximal erwartete Preisbewegung eines Basiswerts beschreibt. Der Additional Margin Parameter wird zur Berechnung der Additional Margin herangezogen.Am Geld
Eine Option befindet sich am Geld, wenn der Preis des Basiswertes dem Ausübungspreis entspricht.Amerikanische Option
Eine Option, die an jedem Börsentag bis zum letzten Handelstag ausgeübt werden kann.Auftrag
Aufträge sind verbindliche Kauf- oder Verkaufsanträge von Handelsteilnehmern.Auktion
Handelsform zur Preisfeststellung und zur Zusammenführung von Kauf- und Verkaufsaufträgen zu Geschäften. Bei Auktionen werden alle Aufträge im Auftragsbuch zu einem festgelegten Zeitpunkt zu Geschäften zusammengeführt. Als Auktionspreis wird in der Regel der Preis festgestellt, bei dem die größte Menge an Kontrakten gekauft bzw. verkauft wird (Meistausführungs-Prinzip).Aus dem Geld
Eine Kaufoption (Call) befindet sich aus dem Geld, wenn der Preis des Basiswerts unter dem Ausübungspreis liegt. Eine Kaufoption (Put) befindet sich aus dem Geld, wenn der Preis des Basiswerts über dem Ausübungspreis liegt.Ausübung
Erklärung des Optionskäufers, dass er von seinem Optionsrecht Gebrauch macht und den Basiswert zu dem im Options-Kontrakt bestimmten Ausübungspreis kauft bzw. verkauft.Ausübungspreis
Der Ausübungspreis einer Option ist der Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung der Option geliefert wird.
Barausgleich
Eine ausschließlich finanzielle Erfüllung von Geschäften nennt man Barausgleich.Basispreis
Synonym für AusübungspreisBasiswert
Als Basiswert bezeichnet man den Vertragsgegenstand eines Futures oder einer Option. Basiswerte können eine Warenlieferung (Strom, Erdgas, Emissionsberechtigungen), Indices (Phelix base, Phelix peak, API #2, API #4) oder aber - insbesondere im Falle von Optionen - auch Futures sein.Bilanzkreis
Energiekonto eines Netznutzers, das der Übertragungsnetzbetreiber bzw. Ferngasnetzbetreiber im Rahmen eines Bilanzkreisvertrages führt. Hier verbucht er Einspeisungen, Entnahmen und Energieüberträge an andere Bilanzkreise, um die energetische Bilanzabweichung zu ermitteln und diese mit dem Netznutzer abzurechnen.Bilanzkreisverantwortlicher
Netznutzer als Kontrahent des Bilanzkreisvertrages, der für die Bilanzabweichungen eines Bilanzkreises verantwortlich ist.Bilanzkreisvertrag
Vertragliche Vereinbarung eines Netznutzers mit dem Übertragungsnetzbetreiber bzw. Ferngasnetzbetreiber zur Abwicklung von Strom- und Erdgaslieferungen.Blockgebot
Kombination von bis zu 24 Teilaufträgen über Stundenkontrakte auf Strom. Die Teilaufträge müssen sich auf verschiedene Stundenkontrakte des gleichen Liefertages und des gleichen Lieferortes beziehen. Ein Blockgebot kann ein Kaufauftrag (alle Teilaufträge sind Kaufaufträge) oder Verkaufsauftrag (alle Teilaufträge sind Verkaufsaufträge) sein. Alle Teilaufträge eines Blockgebots werden entweder alle gemeinsam oder alle gemeinsam nicht ausgeführt.Brief
Kaufseite im AuftragsbuchBroker
Angelsächsische Bezeichnung für Personen, die geschäftsmäßig Wertpapiergeschäfte nicht auf eigene Rechnung sondern für fremde Rechnung durchführen. An der EEX übernehmen Broker die Vermittlung von OTC-Geschäften. Am EEX-Spotmarkt hat der Begriff des Brokers aber eine andere Bedeutung als im OTC-Markt. Hier versteht man unter dem Anerkannten Broker an der EEX einen Dienstleister, der für einen oder mehrere Börsenteilnehmer mit Börsenzulassung den technischen Zugang zum EEX-System zur Verfügung stellt und Aufträge in das EEX-System eingibt (Marktzugang).Börsenhändler
Mitarbeiter eines Handelsteilnehmers, der von der Börse zum Handel zugelassen wurde.
Carbix
Index für EU-Emissionsberechtigungen, der börsentäglich in einer Intra-Day-Auktion am Spotmarkt der Börse EEX um 10:30 Uhr ermittelt wird.CDM
Clean Development Mechanism. Projektbezogener Mechanismus, der es ermöglicht, Emissionsreduktionsprojekte in Entwicklungsländern durchzuführen und Emissionsgutschriften aus diesen Projekten (CER) für die Erfüllung von Kyoto-Verpflichtungen einzusetzen. Emissionsgutschriften aus CDM-Projekten vermehren die weltweite Gesamtmenge.CER
Certified Emission Reductions sind Emissionsgutschriften, die durch CDM-Projekte erzeugt werden. Ein CER entspricht einer Emissionsgutschrift von einer Tonne CO2-Äquivalent. Seit 2008 können CERs innerhalb des EU ETS bis zu einer bestimmten Menge gegenüber der Reduktionsverpflichtung einer Anlage angerechnet werden.Clearing
Mit Clearing bezeichnet man die geld- und warenmäßige Abwicklung und Besicherung von Geschäften.Clearing-Mitglied
Teilnehmer im Clearing-Prozess, der über eine Clearing-Lizenz verfügt. Diese wird durch Abschluss einer entsprechenden Clearing-Vereinbarung mit der ECC erworben. Es gibt zwei Arten der Clearingmitgliedschaft: Eine General-Clearing-Lizenz berechtigt zum Clearing von eigenen Geschäften, Kundengeschäften und Geschäften von Nicht-Clearing-Mitgliedern. Eine Direct-Clearing-Lizenz berechtigt zum Clearing von eigenen Geschäften, Kundengeschäften und Geschäften konzernverbundener Nicht-Clearing-Mitglieder.Clearinghaus
Ein Institut, dass als Zentraler Kontrahent in Geschäfte zwischen Käufer und Verkäufer eintritt. Das Clearinghaus rechnet die Geschäfte mit Käufer und Verkäufer ab, führt mit diesen die Lieferungen aus Geschäften durch und besichert die Geschäfte.ComXerv
Abkürzung für Commodity Exchange Service. Das Handelssystem am Spotmarkt für Strom der EEX.Cross margining
Cross margining ist ein Ausdruck für die Aufrechnung einander entgegengesetzter Risiken. Ermöglicht wird diese Aufrechnung durch eine hohe Korrelation von Preisbewegungen. Durch das cross margining werden die zu hinterlegenden Sicherheiten für Handelsteilnehmer, die an mehreren Handelspunkten aktiv sind, reduziert.
Day-Ahead-Markt
Teilmarkt des Spotmarktes, an dem Waren bis einen Tag vor Lieferung gehandelt werden.DEHSt
Deutsche Emissionshandelsstelle, zuständige nationale Behörde des Umweltbundesamts zur Umsetzung der marktwirtschaftlichen Klimaschutzinstrumente des Kyoto-Protokolls. Die DEHSt führt das nationale deutsche Register für EU-Emissionsberechtigungen.Delivery Margin
Die Delivery Margin ist für Netto-Verkaufs-Positionen in TTF-Erdgas-Baseload-Month-Futures vor Beginn der Lieferung und für Netto-Verkaufs-Positionen in Futures auf Emissionsrechte, welche vor der Lieferung nicht durch entsprechende physische Emissionsrechte im Verrechnungskonto gedeckt sind, zu hinterlegen. In beiden Fällen werden Risiken als Folge einer nicht oder nur teilweise erfüllten physischen Lieferung des Verkäufers besichert.Delta
Das Verhältnis von Optionspreisänderung zu Änderung im BasiswertDerivate
Sammelbegriff für Futures und Optionen
ECC
European Commodity Clearing AG. Zentraler Kontrahent für alle an der EEX abgeschlossenen Geschäfte.Emissionshandel
Der Emissionsrechtehandel ist ein marktbasierter Ansatz zur Erreichung von Klimaschutzzielen. Für Anlagenbetreiber besteht der Anreiz in der Möglichkeit des Verkaufs von Emissionsberechtigungen zu einem höheren Preis als eine emissionsmindernde Maßnahme Kosten verursacht bzw. der Zukauf von Emissionsberechtigungen wenn die Kosten für weitere emissionsmindernde Maßnahmen diese übersteigen. Durch die Begrenzung der Gesamtmenge an zugeteilten Emissionsberechtigungen entsteht ein Markt an dem auch Unternehmen ohne Treibhausgasreduktionsverpflichtung handeln (Cap and Trade System).EPEX Spot
Europäische Spotbörse mit Sitz in Paris. EPEX Spot wird von der EPEX Spot SE, der gemeinsamen Gesellschaft von EEX AG und Powernext SA, betrieben. Die an EPEX Spot handelbaren Produkte sind Standardkontrakte für die physische Lieferung von Strom innerhalb der österreichischen, französischen, deutschen bzw. schweizerischen Übertragungsnetze.EU ETS
EU Emission Trading Scheme - das Emissionshandelssystem der Europäischen Union, das im Januar 2005 startete. EU ETS ist weltweit das erste multinationale Emissionshandelssystem. Die erste Handelsperiode des EU ETS lief Ende des Jahres 2007 aus, die zweite Handelsperiode läuft von 2008 bis 2012.EUA
EU Allowance. Ein EUA ist die kleinste Handelseinheit im EU-Emissionshandel. Der Besitz einer EUA berechtigt zum Ausstoß einer Tonne CO2-Äquivalent.Eurex-System
Das Eurex-System ist ein elektronisches Handels-, Clearing- und Abwicklungssystem für Futures und Optionen. An der EEX wird das Eurex-System für den Terminmarkthandel genutzt.Europäische Option
Eine Option, die nur am letzten Handelstag ausgeübt werden kann.Expiry Month Factor
Zusätzlich zum Additional Margin Parameter wird bei der Ermittlung der Additional Margin von Netto-Positionen in physisch erfüllten Month-Futures der Expiry Month Factor herangezogen, sobald dieser Future sich in der Lieferphase befindet.
Fahrplan
Ein Fahrplan ist eine Anweisung an den Übertragungsnetzbetreiber, Strom oder Erdgas zwischen zwei Bilanzkreisen zu verbuchen. Die physische Erfüllung der Geschäfte werden durch Meldung von Fahrplänen an den Übertragungsnetzbetreiber bzw. Ferngasnetzbetreiber erfüllt.Fortlaufender Handel
Siehe Kontinuierlicher HandelForward
Ein Forward ist ein Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer, in welchem der Käufer sich verpflichtet, eine Lieferung in definierter Größe zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Datum in der Zukunft durchzuführen. Die Zahlung erfolgt in Gänze zum Zeitpunkt der Lieferung oder nach der Lieferung. Dies unterscheidet sich von einem Futures Kontrakt, bei dem eine tägliche Abrechnung erfolgt.Future
Standardisiertes, unbedingtes Termingeschäft. Ein Future ist die vertragliche Verpflichtung, eine festgelegte Menge eines Basiswertes zu einem festgelegten Preis in einem festgelegten zukünftigen Zeitraum (Lieferperiode) zu kaufen (Futureskäufer) oder zu verkaufen (Futuresverkäufer). Futureskontrakte werden ausschließlich an regulierten Börsen gehandelt und täglich zum aktuellen Marktpreis abgerechnet.
Geschäft
Durch die Zusammenführung von Kauf- und Verkaufsaufträgen an der Börse kommt es zu einem Geschäft.Geschäftsbestätigung
Bestätigung über Abschluss eines Geschäftes und gleichzeitig über die Ausführung eines Auftrags.Glattstellung einer Position
Die Schließung bzw. Glattstellung einer Position erfolgt durch den Abschluss eines entgegengesetzten Geschäftes; eine Long-Position wird durch eine entsprechende Short-Position glattgestellt und umgekehrt. Nach Glattstellung verbleiben keine offene Forderungen oder Verbindlichkeiten aus der Position und dem Gegengeschäft.Als Glattstellung wird oftmals auch die zwangsweise Schließung von Positionen durch Dritte wie z.B. durch das Clearinghaus oder die Börse bezeichnet.Grundlast
Grundlast kennzeichnet das Lastprofil für Stromlieferungen von konstanter Leistung über 24 Stunden eines jeden Tages der Lieferperiode.GUD
Abkürzung für Gasunie Deutschland. H-Gas-Marktgebiet in Norddeutschland. Die EEX bietet den Spot- und Terminhandel mit Erdgaskontrakten für dieses Marktgebiet an.
H-Gas
Man unterscheidet die Erdgasqualitäten L (low) und H (high). H-Gas besitzt aufgrund des höheren Methangehaltes (87 bis 99 Vol. %) einen höheren Brennwert. L-Gas, das überwiegend aus inländischer Förderung stammt, enthält bei Methananteilen von 80 bis 87 Vol. % größere Mengen an Stickstoff und Kohlendioxid. An der EEX wird H-Gas gehandelt.Halter
Käufer einer OptionHandelstag
Die von der Börse festgelegten Tage, an denen Handel stattfindet.Handelsteilnehmer
Unternehmen, das zum Spot- und/oder Terminhandel an der Börse zugelassen wurde.
Iceberg Order
Kauf- bzw. Verkaufsauftrag, der durch Limit, Gesamtmenge und Spitzenmenge spezifiziert ist. Die Iceberg Order wird in Teilaufträgen in Höhe der Spitzenmenge dem Auftragsbuch zugeführt. Sobald ein Teilauftrag ausgeführt ist, wird ein neuer Teilauftrag in Höhe der Spitzenmenge dem Auftragsbuch zugeführt. Dieser Prozess wiederholt sich solange, bis die Gesamtmenge der Iceberg Order ausgeführt ist.Im Geld
Eine Kaufoption (Call) befindet sich im Geld, wenn der Preis des Basiswerts über dem Ausübungspreis liegt. Eine Kaufoption (Put) befindet sich im Geld, wenn der Preis des Basiswerts unter dem Ausübungspreis liegt.Implizierte Volatilität
Die im Optionspreis berücksichtigte Volatilität des Basiswerts.Initial Margin
Die Initial Margin deckt das Risiko resultierend aus allen an der ECC abgewickelten Spotmarkt-Geschäften ab.Innerer Wert
Der innere Wert einer Option entspricht der Differenz zwischen dem aktuellen Marktpreis des Basiswerts und dem Ausübungspreis der Option, sofern diese einen Preisvorteil für den Käufer bedeutet. Der innere Wert ist immer größer oder gleich null.Interne Konten
Bestandskonten der Handelsteilnehmer für EUA, die vom Clearinghaus geführt werden. Auf diesen internen Konten werden Bestandsveränderungen durch Handel, Einlieferung in die treuhänderische Verwahrung und Auslieferung aus der treuhänderischen Verwahrung verbucht.Intra-Day Margin
Zusätzliche Sicherheitsleistung, die bedingt durch eine hochvolatile Marktsituation oder durch viele Geschäftsabschlüsse während eines Handelstages hinterlegt werden muss.Intra-Day-Markt
Teilmarkt des Spotmarktes, an dem Waren bis eine Stunde vor Lieferung gehandelt werden.
Kaskadierung
Positionen in Jahres- und Quartals-Futures werden durch Kaskadierung erfüllt. Sie werden hierzu am letzten Handelstag durch gleichwertige Positionen in Quartals- bzw. Monatsfutures ersetzt.Kaufoption
Eine Option, die den Käufer berechtigt, eine bestimmte Anzahl des Basiswerts zum Ausübungspreis zu kaufen.Kaufposition
Eine Kaufposition ist ein noch nicht oder noch nicht vollständig erfülltes Geschäft des Käufers einer Ware / eines Gutes in einem Futures- oder Optionskontrakt. Sie verpflichtet den Käufer zum Kauf der Ware / des Gutes zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft. Gegengeschäft: Verkaufsposition / Short Position.Kontinuierlicher Handel
Handelsform zur Preisfeststellung und zur Zusammenführung von Kauf- und Verkaufsaufträgen zu Geschäften. Beim kontinuierlichen Handel werden alle Aufträge im Auftragsbuch ständig auf Ausführbarkeit geprüft. Sobald sich zwei Aufträge ausführbar gegenüber stehen, werden sie sofort zu einem Geschäft zusammengeführt. Konkurrierende Aufträge im Auftragsbuch werden dabei zuerst nach Preis und dann nach Zeit priorisiert (Preis-Zeit-Priorität).Kontrakt
Handelbare Standardmenge eines Basiswerts. Die Kontraktspezifikationen legen die Ausgestaltung, zum Beispiel das Kontraktvolumen und die Fälligkeit eines Kontraktes fest.
Lieferort
Ort für die Lieferung des Basiswertes bei der physischen Erfüllung der Geschäfte. Der Lieferort ist in den Kontraktspezifikationen festgelegt. Bei Strom und Erdgas sind dies in der Regel die Netze der Übertragungsnetzbetreiber bzw. Ferngasnetzbetreiber.Lieferung
Lieferung umfasst die physische Erfüllung eines Geschäfts.Limitierter Auftrag
Kauf- bzw. Verkaufsauftrag, der mit einem Preislimit eingegeben wird und zu diesem oder besser ausgeführt wird.
Margin
Margin bezeichnet eine Sicherheitsleistung, die bei Börsengeschäften wie z. B. Futures oder Optionen zur Besicherung erbracht werden muss. Die Sicherheiten werden in Geld oder Wertpapieren vom Clearing-Mitglied beim Clearinghaus und vom Nicht-Clearing-Mitglied bei seinem Clearing-Mitglied hinterlegt. Das Clearinghaus ECC unterscheidet fünf verschiedene Margin-Arten: Initial Margin, Premium Margin, Additional Margin, Spread Margin und Delivery Margin.Mark-to-Market
Durch das Mark-to-Market-Verfahren werden Gewinne und Verluste aus offenen Futurespositionen, die durch Preisveränderungen des Futures entstehen, täglich berechnet. Die Wertveränderungen der einzelnen Positionen werden aufgrund der täglichen Abrechnungspreise (Settlement Price) ermittelt. Der Ausgleich dieser Wertveränderungen erfolgt durch Gutschriften oder Nachschüsse.Market Coupling
Market Coupling ist ein Verfahren, um Netzengpässe zwischen benachbarten Spotmärkten von Strom effizient zu bewirtschaften. Das geschieht durch implizite Auktion von Netzkapazitäten. Hierzu müssen die Spotauktionen der beteiligten Börsen koordiniert erfolgen.Market Maker
Ein Market Maker ist ein Handelsteilnehmer, der für eine Mindestzeit am Handelstag gleichzeitig einen Kauf- und Verkaufsauftrag (Quote) im Auftragsbuch hält. Market Maker dienen zur Sicherstellung einer Grundliquidität.Market-Order-Ausführungsspanne
Preiskorridor um den zuletzt gehandelten Preis, innerhalb der nur unlimitierte Aufträge ausgeführt werden dürfen.Marktgebiet
Begriff aus der Gaswirtschaft. Ein Marktgebiet wird durch einen marktgebietsaufspannenden Ferngasnetzbetreiber betrieben. Die Anzahl der Marktgebiete wurden auf der Basis von physischen Restriktionen und Eigentumsgrenzen von der Gaswirtschaft festgelegt. Marktgebiete dienen als Lieferorte bei Erdgas-Kontrakten. Die EEX bietet den Gashandel für die Marktgebiete GUD und NCG an.Markträumender Gleichgewichtspreis
Synonym für Auktionspreis. Der markträumende Gleichgewichtspreis entspricht dem Schnittpunkt der aggregierten Angebots- und Nachfragekurve.MCP
Abkürzung für markträumenden GleichgewichtspreisMeistausführungsprinzip
Das Meistausführungsprinzip beschreibt die Methodik zur Preisfeststellung einer Auktion. Der Preis, der sich nach dem Meistausführungsprinzip ergibt, ist derjenige, bei dem die höchste Menge mit dem geringsten Überhang zusammengeführt werden kann.Mistrade
Ein Mistrade ist ein Geschäft, das aufgrund eines Fehlers in der Auftragseingabe abgeschlossen wurde.
Nachschusspflicht
Falls die hinterlegte Sicherheitsleistung eines Clearing-Mitglieds oder Nicht-Clearing-Mitglieds nicht der täglich neu berechneten Anforderung an Sicherheitsleistungen entspricht (Unterdeckung), wird das Clearing-Mitglied bzw. Nicht-Clearing-Mitglied zur Aufstockung seiner Sicherheitsleistungen aufgefordert. Clearing-Mitglieder und Nicht-Clearing-Mitglieder müssen dieser Nachschusspflicht nachkommen.NCG
Abkürzung für NetConnect Germany. NetConnect Germany ist ein H-Gas-Marktgebiet, das die ehemaligen Marktgebiete von bayernets und E.ON Gastransport umfasst. Die EEX bietet den Spot- und Terminhandel mit Erdgaskontrakten für dieses Marktgebiet an.Nicht-Clearing Mitglied
Sollte ein Börsenteilnehmer über keine Clearing-Lizenz verfügen, kann es nicht direkt am Clearing-Verfahren des Clearinghauses, sondern nur indirekt als Nicht-Clearing-Mitglied (NCM) über ein von ihm betreutes Clearing-Mitglied teilnehmen.Nominierung
Die Meldung von Fahrplänen an den Übertragungsnetzbetreiber oder Ferngasnetzbetreiber nennt man Nominierung. Die Nominierung erfolgt durch das Clearinghaus ECC.
Open Interest
Als Open Interest bezeichnet man die Summe aller zu einem gegebenen Zeitpunkt offenen, also noch nicht erfüllten Terminkontrakte. Das Open Interest ist die Gesamtzahl der abgeschlossenen Termingeschäfte in einem Produkt, die nicht durch ein Gegengeschäft glattgestellt bzw. nicht durch physische Lieferung der zugrunde liegenden Ware oder durch Barausgleich erfüllt wurden.Option
Standardisiertes, bedingtes Termingeschäft. Eine Option ist das vertragliche Recht, eine festgelegte Menge eines Basiswertes zu einem festgelegten Preis (Ausübungspreis) in einem festgelegten zukünftigen Zeitpunkt (Ausübungstag) zu kaufen (Kaufoption, Call) oder zu verkaufen (Verkaufsoption, Put).Optionspreis
Preis einer Option. Synonym zu Optionsprämie.Optionsprämie
Siehe OptionspreisOptionsserie
Kauf- und Verkaufsoption mit gleichem Basiswert, Ausübungstag und Ausübungspreis.OTC
Abkürzung für over the counter. Mit OTC-Geschäften bezeichnet man den außerbörslichen, nicht standardisierten Handel, bei dem die Vertragspartner individuell bilaterale Geschäfte aushandeln.OTC-Clearing
Dienstleistung der Börse, mit der Handelsteilnehmer außerbörslich abgeschlossene Geschäfte, die in ihren Kontraktspezifikationen Börsengeschäften entsprechen, für das Clearing und die Abwicklung im Clearinghaus registrieren können.
Phelix
Phelix steht für Physical Electricity Index und ist der von der Börse EEX täglich veröffentlichte Preisindex für Grundlast (Phelix Base) und Spitzenlast (Phelix Peak) am Strom Spotmarkt für das Marktgebiet Deutschland/Österreich.Physische Erfüllung
Handelsteilnehmer der EEX haben die Möglichkeit, auch bei rein finanziell erfüllten Futures-Positionen (siehe Barausgleich) am Spotmarkt der Börse den Basiswert des Futures zu kaufen bzw. zu verkaufen, um so eine "physische Erfüllung" des eigentlich barausgeglichenen Futures zu erreichen.Position
Eine Position ist ein noch nicht oder noch nicht vollständig finanziell oder physisch erfülltes Geschäft in einem Futures- oder Optionskontrakt. Sie verpflichtet den Positionsinhaber zur Erfüllung des abgeschlossenen Geschäftes zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft.Positionseröffnung
Entsteht beim Kauf oder Verkauf eines Futures oder einer Option eine neue Position, spricht man von Positionseröffnung.Positionslimit
Ein Positionslimit ist die Höchstzahl von Kontrakten, die von einem Börsenteilnehmer oder einem Kunden für eigene Rechnung gehalten werden dürfen. Im Terminhandel können von der Geschäftsführung Positionslimite für jedes Produkt als Höchstgesamtzahl von gekauften und verkauften Kontrakten festgelegt werden. Die Festlegung von Positionslimiten dient dazu, einen ordnungsgemäßen Börsenhandel zu gewährleisten. Es soll insbesondere vermieden werden, dass einzelne Börsenteilnehmer unverhältnismäßig große Positionen halten.Premium Margin
Bei der Glattstellung von Optionspositionen zum Marktpreis können Verluste (Verkaufsposition) oder Gewinne (Kaufsposition) entstehen. Die Premium Margin ist eine Sicherheitsleistung, die diese Glattstellungsverluste abdeckt, bzw. im Falle von Gewinnen eine Gutschrift für andere Sicherheitsleistungen. Diese Verluste bzw. Gewinne sind abhängig vom Marktpreis der Option.Produkt
Menge aller Kontrakte gleichen Basiswertes und verschiedener Fälligkeiten, die an der Börse gehandelt werden.
Quote
Gleichzeitiges Einstellen eines Kauf- und Verkaufsauftrages durch einen Handelsteilnehmer.
Regelzone
Abgegrenztes Netzgebiet, für das ein Übertragungsnetzbetreiber für den Bilanzausgleich verantwortlich ist. Regelzonen dienen als Lieferorte bei Strom-Kontrakten.Register
Eine Art Grundbuch für EUA, das von jedem EU-Mitgliedsstaat als nationales Register geführt wird. In Deutschland führt dieses Register die Deutsche Emissionshandelsstelle DEHSt beim Umweltbundesamt.
Sammelkonto
Registerkonto des Clearinghauses beim deutschen nationalen Register für EUA, auf dem die an der Börse gehandelten EUA vom Clearinghaus treuhänderisch verwahrt werden.Schlussabrechnungspreis
Der Schlussabrechnungspreis ist der Abrechnungspreis am letzten Handelstag.Spitzenlast
Spitzenlast kennzeichnet das Lastprofil für Stromlieferungen von konstanter Leistung über 12 Stunden von 8 Uhr bis 20 Uhr eines jeden Werktages der Lieferperiode.Spotmarkt
Markt, an dem Geschäfte in Kontrakten abgeschlossen werden, die sofort (Intra-Day), am nächsten Tag (Day-Ahead) oder auch am übernächsten Tag erfüllt werden.Spread
Preisspanne zwischen bestem Kauf- und bestem VerkaufsauftragSpread Margin
Können zwei Futurespositionen gleichen Basiswertes aber unterschiedlicher Fälligkeit (Future Spread Position) nicht zum jeweiligen Abrechnungspreis, sondern zu für die ECC ungünstigeren Preisen glattgestellt werden, entstehen zusätzliche Glattstellungsverluste. Die Spread Margin ist eine Sicherheitsleistung, die diese Glattstellungsverluste abdeckt. Diese Verluste sind im Wesentlichen abhängig von den Preisbewegungen in den jeweiligen Basiswerten. Die unter Berücksichtigung eines bestimmten Konfidenzniveaus maximal erwartete Bewegung der Preisdifferenzen zwischen den jeweiligen Basiswerten beschreibt der Spread Margin Parameter.Stillhalter
Der Verkäufer einer Option wird auch Stillhalter genannt.Stop Limit Order
Kauf- bzw. Verkaufsauftrag, der als limitierter Auftrag dem Auftragsbuch zugeführt wird, sobald im Handel das eingegebene Stop Limit erreicht ist.Stop Market Order
Kauf- bzw. Verkaufsauftrag, der als unlimitierter Auftrag dem Auftragsbuch zugeführt wird, sobald im Handel das eingegebene Stop Limit erreicht ist.
Tagesendverarbeitung
Täglicher abendlicher Prozess des Clearinghauses zur täglichen Abrechnung, Positionsführung sowie Berechnung und Verbuchung von Sicherheitsleistungen für alle Geschäfte, für die das Clearinghaus Clearing und Abwicklung übernommen hat.Terminmarkt
Markt, an dem Futures und Optionen gehandelt werden.Tick
Die kleinstmögliche Auf- oder Abwärtsbewegung des Preises eines Futures- oder Optionskontraktes.Time Spread
Preisdifferenz zwischen zwei Futureskontrakten gleichen Basiswertes aber unterschiedlicher Fälligkeit.TTF
Title Transfer Facility. Virtueller Handelspunkt im niederländischen Marktgebiet des Ferngasnetzbetreibers GTS.
Unlimitierter Auftrag
Kauf- bzw. Verkaufsauftrag, der ohne Preislimit eingegeben wird und zu jedem Preis ausgeführt wird.ÜNB
Abkürzung für Übertragungsnetzbetreiber.
Variation Margin
Gewinne und Verluste, die sich aus Wertveränderungen von Positionen in Futures ergeben, werden täglich in bar ausgeglichen. Dieser tägliche Gewinn- und Verlustausgleich heißt auch Mark-to-Market-Verfahren. Die hieraus resultierende tägliche Gutschrift oder Lastschrift heißt Variation Margin.Verkaufsoption
Eine Option, die den Käufer berechtigt, eine bestimmte Anzahl des Basiswerts zum Ausübungspreis zu verkaufen.Verkaufsposition
Eine Verkaufsposition ist ein noch nicht oder noch nicht vollständig erfülltes Geschäft des Verkäufers einer Ware / eines Gutes in einem Futures- oder Optionskontrakt. Sie verpflichtet den Verkäufer zum Verkauf der Ware / des Gutes zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft. Gegengeschäft: Kaufposition / Long Position.Verwahrung
Es können nur die Emissionsberechtigungen gehandelt werden, die von der ECC AG treuhänderisch auf ihrem Sammelkonto bei der DEHSt verwahrt werden.Virtueller Handelspunkt
Begriff aus der Gaswirtschaft. Ein virtueller Handelspunkt ist ein fiktiver Lieferpunkt in einem Marktgebiet, der als Übergabestelle bei der Abwicklung von Gaslieferungen innerhalb eines Marktgebietes dient.Volatilität
Volatilität ist ein Maß für Preisschwankungen über einen Tag. Das Clearinghaus analysiert die Preisbewegungen in den Basiswerten und leitet hieraus deren Volatilität ab. Aus der Volatilität lässt sich dann der Additional Margin Parameter und der Spread Margin Parameter bestimmen.
Xetra-System
Das Xetra-System ist eines der Spothandelssysteme an der Börse EEX.
Zusammenführen von ausführbaren Aufträgen.
Stehen sich Kauf- und Verkaufsaufträge ausführbar im Auftragsbuch gegenüber, werden sie zu Geschäften zusammengeführt.Zuteilung (einer Option)
Wird eine Option ausgeübt, teilt das Clearinghaus in einem Losverfahren dem Optionshalter einen Stillhalter zu.
